Karben(pm). Nach der Sommerpause beginnt das Literaturforum Karben sein Programm der zweiten Jahreshälfte am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im "Kuhtelier" mit einem Literaturabend unter dem Titel "Meer und Seefahrt. Sehnsucht nach der Ferne, Symbolkraft des Meeres und die Themenbildung in der Literatur."
Vor mehr als 2500 Jahren entstand eine der ältesten Seefahrergeschichten, die "Odyssee" des griechischen Dichters Homer. Sie steht am Anfang des Abends. Im weiteren Programmverlauf geht es von Cecil Scott Foresters "Horatio Hornblower, über Robert Louis Stevenson, "Die Schatzinsel" zu Bert Brecht, Ernest Hemingway, Heinrich Böll und zum zeitgenössischen Bodo Kirchhoff, der auf eine Kreuzfahrt einlädt.
Die musikalische Begleitung kommt von Sängerin Nicola Piesch und Dieter Wierz am Piano.
Bedingt durch die Corona-Situation, kann der Literaturabend nur mit Voranmeldung der Besucher durchgeführt werden. Anmelden muss man sich per E-Mail an mail@dkoerber.de.Für die nötigen Abstände zwischen den Besuchergruppen werde gesorgt. Die Gäste werden gebeten, während des Eintretens und beim Verlassen der Plätze Masken zu tragen.
September 12, 2020 at 01:21AM
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Literaturabend über das Meer | Karben - Wetterauer Zeitung
Südsee-Feeling auf Mallorca: Kaum eine Wolke am Himmel, das Mittelmeer leuchtet türkis und dunkelblau. Niemand verliert ein Wort auf dieser Tour mit Seekajaks, die in Colònia de Sant Jordi begann.
Auf der einsamen Insel Moltona ist der kleine Strand groß genug, um die Kajaks hochzuziehen. «Mal sehen, ob meine Freunde da sind», sagt Guide Thomas Mix und sticht den Boden unter den Sträuchern ab. Dann flitzen sie aus ihren Verstecken: schwarze Eidechsen.
«Die Strände da», sagt der 54-Jährige und deutet hinüber in Richtung Mallorcas unverbautem Küstensaum, «sind seit meiner Kindheit unverändert. Für mich ist das ein Paradies.»
Urlaub abseits der Massen
Mix ist ein sympathisch schräger Typ, er bestieg sein erstes Kajak mit Krücken. «Nach einem Motorradunfall meinte ein Kumpel, das sei das Richtige für mich.» Später irgendwann vermietete er Boote, bot Touren an. Geboren wurde Mix in Colònia de Sant Jordi, nur einen Straßenzug von seinem heutigen Verleih entfernt.
Mitte der 1960er Jahre, als Spanier als Gastarbeiter nach Mitteleuropa gingen, wagten seine Eltern das Gegenteil: Sie wanderten aus Deutschland in den Süden Mallorcas aus.
Colònia de Sant Jordi war nie ein Ort der Exzesse wie am Ballermann - es ist vielmehr ein Tipp für alle, die sich von den Massen fernhalten wollen. Ausnahme ist der kilometerlange Strand Es Trenc, den die Mallorquiner aber nicht kampflos den Besuchern überlassen. Zum Glück verläuft sich der Zustrom, der durch Corona ohnehin abgeebbt ist.
Eine Küstenschönheit ist Colònia de Sant Jordi nicht. Doch gerade das qualifiziert womöglich für das Label «Geheimtipp». Über Planken und Platten spannt sich die Seepromenade auf. Restaurants tischen echte Paellas auf und keine Touristenportionen, ertränkt in Fischsud. Freundliche kleine Hotels und Apartments bieten Quartier, die Bausünden halten sich in Grenzen. Gleich am Hafen beginnt der erste Strand, die Platja Es Port, mit sanftem Einstieg und klarem Wasser.
Wandernd unterwegs zum Kap
Wer vom Hafen aus elf Kilometer bis zum Cap de Ses Salines wandert, zur Südspitze der Insel, passiert die einstige Kinderstube von Thomas Mix. In der Bucht Es Dolc, die von einer Süßwasserquelle gespeist wird, kühlte er sich als Knirps gerne ab.
Warum selbst in der Hauptsaison kaum etwas los ist, liegt nicht an Corona und erklärt sich recht einfach: Die wahrlich schönen Strände sind nur zu Fuß erreichbar. Unterwegs gibt es keine Infrastruktur, auch am Leuchtturm des Kaps nicht. Ausreichend Wasser mitnehmen!
Der Weg ist nicht zu verfehlen. Kontinuierlich verläuft er parallel zur Küste, zieht sich über Felsplatten mit Salzkrusten, getrocknetes Neptungras und Sand, außerdem an übermannshohen Wacholdersträuchern entlang. Schmetterlinge tanzen, Kiefern spenden schmale Schatten.
Das «weiße Gold» von Es Trenc
Szenenwechsel: Die Salzbecken in Colònia de Sant Jordi sind nur das Vorspiel für das, was nordwärts in größeren Dimensionen wartet: die für Besucher zugänglichen Salinen von Es Trenc . Dort steht zur wärmeren Jahreszeit die Ernte der begehrten «Salzblume» an, auch als «weißes Gold» bezeichnet. Laut historischen Dokumenten betrieben hier bereits Phönizier, Punier und Römer Salzwirtschaft. Den Nachschub liefert das Meer. Über einen Kanal erreicht das Wasser ein Netzwerk aus Becken und Seen. Und damit auch die Lebensräume von ganzjährig vertretenen Flamingos, Stelzenläufern und Säbelschnäblern.
Touren im Mietwagen bringen weitere Abwechslung - ostwärts zur Badebucht Cala Llombards und nach Santanyí, wo samstags vormittags ein Markt den Ortskern füllt. Bei Cala Santanyí führt ein Pfad zur Natursteinskulptur «Gleichgewicht» des deutschen Bildhauers Rolf Schaffner (1927-2008) und an ein Absperrgitter über den Klippen. Darunter öffnet sich ein gewaltiger Felsbogen, Es Pontas. Das Meer gleißt in Farbnuancen von Grünblau bis Ultramarin. Da ist es wieder, das Südsee-Feeling auf Mallorca.
Bitte beachten Sie, dass für ganz Spanien derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt. (Stand 10.9.2020)
Die kalifornische Abenteurerin Tami Oldham (Shailene Woodley) verschlägt es 1983 nach Tahiti. (ZDF/Matt Klitscher")
„Die Farbe des Horizonts“ - der deutsche Verleihtitel klingt nach Rosamunde Pilcher und steht im krassen Gegensatz zum eher nüchternen englischen Pendant. In den USA firmierte Baltasar Kormákurs Spielfilm von 2018 schlicht als „Adrift“, womit die Seenotlage der Protagonisten knapp, aber unmissverständlich umrissen wäre. Die schwülstige deutsche Wendung hingegen kehrt die romantischen Aspekte des Tatsachendramas heraus, dem der Erlebnisbericht „Red Sky in Mourning: A True Story of Love, Loss, and Survival at Sea“ zugrunde liegt. Das ZDF verhilft dem Drama nun zur Free-TV-Premiere.
Im Jahr 1983 verschlägt es die kalifornische Abenteurerin Tami Oldham (Shailene Woodley) nach Tahiti, wo sie sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und begierig nach spannenden Erfahrungen Ausschau hält. Eines Tages läuft sie dem britischen Segler Richard Sharp (Sam Claflin) über den Weg. Eine Begegnung, die beide tief beeindruckt und rasch zu einer leidenschaftlichen Beziehung führt. Als Richard von Bekannten das Angebot erhält, eine Luxusjacht nach San Diego zu überführen, will Tami ihn zunächst nicht begleiten, lässt sich dann aber doch umstimmen. Auf seiner großen Reise gerät das Paar mitten im Pazifik in einen verheerenden Hurrikan, der ihr Boot durchschüttelt und stark beschädigt. Irgendwann erwacht Tami aus ihrer Ohnmacht und erspäht im Wasser ihren schwer verletzten Freund.
Tami (Shailene Woodley) und Richard (Sam Claflin) lernen sich auf Tahiti kennen. (ZDF/Kirsty Griffin)
Dass er nach dem Fischerdrama „The Deep“ und dem Bergsteigeralbtraum „Everest“ ein Gespür für die packende Rekonstruktion realer Unglücke hat, beweist der spanisch-isländische Filmemacher Kormákur schon in den ersten Minuten. In einer langen, fließenden Einstellung wird der Zuschauer Zeuge, wie die orientierungslose Tami ihr Bewusstsein wiedererlangt, sich im chaotischen Schiffsbauch langsam vortastet, an Deck klettert und dort das ganze Ausmaß der Zerstörung begutachtet, während sich die Kamera nun langsam entfernt, um die Verlorenheit auf dem offenen Meer preiszugeben. Ein starker Einstieg, der das Publikum sofort ins Geschehen hineinzieht.
Kitsch trifft Survival-Drama
Was für ein Abenteuer: Tami (Shailene Woodley) wagt eine Atlantiküberquerung. (ZDF/Courtesy of STXfilms)
Ähnlich wie die ebenfalls 2018 veröffentlichte Segelodyssee „Vor uns das Meer“, die auch auf realen Begebenheiten basiert, gibt sich „Die Farbe des Horizonts“ nicht nur mit dem Überlebenskampf zufrieden. Immer wieder springt die Erzählung zurück und bebildert das Kennenlernen der Protagonisten, ihre Annäherung und ihren gemeinsamen Aufbruch. Einige schwärmerische Dialoge und die sonnendurchflutete Postkartenoptik lassen den Film mehr als einmal in kitschige Gefilde abgleiten. Da jedoch die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt und sie die aufkeimenden Gefühle charmant vermitteln, fallen die Sentimentalitäten nicht allzu negativ ins Gewicht.
Indem das Drehbuch ständig zwischen den Handlungssträngen hin- und herwechselt, verliert der Survival-Part manchmal allerdings an Wucht und bleibt so beispielsweise hinter der Intensität zurück, die der Ein-Mann-Katastrophenstreifen „All Is Lost“ (2013) mit Robert Redford durch eine konsequente Reduktion erreichte. Nichtsdestotrotz gelingen Kormákur mehrere fesselnde Sequenzen. Und noch dazu überzeugt Shailene Woodley als zupackende, unbeugsame Kämpferin, der keine Herausforderung zu groß ist, um sich und ihren bewegungsunfähigen Partner aus der misslichen Lage zu befreien.
September 01, 2020 at 12:30AM
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Der alte Mercedes stoppt, die Tür geht auf. Und dann passiert: nichts. Erst mal sammeln. Rechter Fuß raus, linker Fuß raus, Gehstock auf den Asphalt. Anschließend mit aller Kraft irgendwie aus dem Sitz hochziehen.
Karl-Heinz Schulz, 93 Jahre alt, ächzt ein wenig ob der Anstrengung. Seit drei Wochen geht das schon so. Tür auf, Karl-Heinz raus, Sehenswürdigkeit würdigen, Karl-Heinz wieder rein. Und weiter.
5000 Kilometer durch Europa
▶︎5000 Kilometer sind Karl-Heinz, den alle Carlos nennen, und sein Nachbar Torben (20) quer durch Europa getingelt. Der alte Mann wollte ans Meer. Einmal noch im Leben eine Reise machen.
Seit 2016 kennen sich Karl-Heinz, den alle Carlos nennen, und Torben. Mit der Reise erfüllte der 20-Jährige dem alten Mann seinen letzten großen TraumFoto: Privat
Karl-Heinz Schulz ist früher erfolgreicher Autohändler gewesen. Er fuhr Sportwagen, liebte das Leben und die Frauen. Seine zweite Frau starb im September, eigentlich wollte er die Reise mit ihr machen. Also fasste sich Torben ein Herz – machte sein 1992er Mercedes Coupé flott, packte für beide die Koffer.
In Le Loroux-Bottereau, bei Nantes, arbeitete Carlos als Kriegsgefangener in den Weinbergen. Über 70 Jahre später kehrte er dorthin zurückFoto: Privat
„Ich fahre, er erzählt von früher“
Die beiden kennen sich seit 2016. Es fing damit an, dass Torben bei Carlos den Rasen mähte. Seitdem guckt er jeden Tag nach dem alten Mann. Und hilft ihm im Alltag.
Als Carlos fragte, musste er nicht lange überlegen: „Ich sehe es als meine Aufgabe, ihm zu helfen. Ich fahre und er erzählt von früher.“
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Dann war der große Tag da. Die Reise begann. Von Emmerich, wo sie wohnen, nach Versailles. Am nächsten Tag weiter in das Dorf, in dem Carlos „nach ’m Kriech“, wie er sagt, als Gefangener in den Weinbergen arbeiten musste.
Als sie ihn zum Minenräumen in die Pyrenäen abkommandieren wollten, ging er stiften – und floh nach Spanien. Drei Jahre blieb er dort, lernte die Sprache, bekam seinen Spitznamen.
Carlos und Torben im Hafen von MarseilleFoto: Privat
Ein Roadtrip, von dem Männer träumen
Also fuhren sie auch dorthin, nach San Sebastián. Carlos immer mit Gehstock oder Rollator. Bei schönem Wetter holte ihm Torben eine kurze Hose aus dem Koffer. Ein Roadtrip, von dem Männer träumen. Zu zweit unterwegs, die Fenster runter, der warme Fahrtwind im Gesicht. Radio machten sie selten an, Carlos hatte viel zu erzählen, und oft schlief er.
Abends tranken sie Wein und aßen, was die Speisekarte hergab. In den Hotels teilten sie sich ein Zimmer mit Einzelbetten. Zweimal fiel Carlos heraus, einmal konnte ihn Torben gerade noch auffangen – mit einem Hechtsprung.
Carlos’ Führerschein, ausgestellt am 28. April 1952, nicht mehr in Gebrauch. Bei der dreiwöchigen Reise durch Europa chauffierte ihn Torben (20) in dessen 1992er Mercedes CoupéFoto: Holger Karkheck
Am Steuer saß immer Torben. Carlos ist zwar noch im Besitz seines Führerscheins, Jahrgang 1952. Aber das Fahren hat er aufgegeben.
Torben dokumentierte alles mit seinem Smartphone. Carlos vorm Mailänder Dom. Carlos vorm Straßenschild. Carlos am Strand. Manchmal schien sich der alte, gebeugte Mann zu erinnern: „Hier habe ich damals gebadet“, sagte er dann.
Neun Länder, ein 24erFilm voll
Mit einem Hotelier palaverte er fließend auf Spanisch. In manchen Städten schlurfte er fünf Kilometer durch die Gassen. Einmal putzte sich Carlos morgens die Zähne mit Schmerzgel. Egal, alles ging gut aus.
Neun Länder schafften sie: Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, Monaco, die Schweiz, Italien, Österreich – und Deutschland.
Auch Karl-Heinz Schulz hatte seinen Fotoapparat dabei. Am Ende war der 24er-Film voll.
Carlos als junger Mann mit seiner ersten Frau. Er war damals erfolgreicher Autohändler in DüsseldorfFoto: Holger Karkheck
Der letzte Stopp: Bremerhaven. Dort ist Carlos am 31. Dezember 1951 auf einem Frachtschiff nach seiner ersten, unfreiwilligen Europa-Tour (vier Schussverletzungen) wieder angekommen.
„Wann kommste mich mal in Emmerich besuchen?“, fragt Carlos am Ende den Reporter. „Das hat er die spanischen Kellnerinnen auch ständig gefragt“, sagt Torben. Dann stoßen die beiden mit einem Riesling an und lachen.
August 30, 2020 at 03:02PM
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Reise durch Europa: Der alte Mann, der Junge und das Meer - BILD
Wenn Schiffe nachts über das Meer fahren, kann es gefährlich werden. Ist das Wasser tief genug? Wo verläuft der Weg? Damit Seefahrer wissen, wo sie lang fahren können, hilft ihnen das Licht von Leuchttürmen. So können sie sicher in den Hafen steuern. Die Türme stehen oft auf einem Hügel am Meer oder sogar im Wasser.
Ganz früher wurden in den Türmen Gaslichter benutzt. Also Lampen, die durch brennendes Gas Licht erzeugen. Später wurde mit Glühbirnen geleuchtet. Aber Strom aus der Steckdose gab es noch nicht. Deshalb wurde in den Türmen mit dicken Dampfmaschinen und später mit Dieselmotoren Strom erzeugt.
Heute sind nicht mehr so viele Leuchttürme in Betrieb. Denn es gibt jetzt andere Technik, mit der Seefahrer sicher unterwegs sind. Die Leuchttürme sind aber oft Wahrzeichen in Urlaubsorten geworden. Wenn das Wetter gut ist, hat man eine richtig tolle Aussicht. Leider dürfen viele wegen Corona gerade nicht besucht werden.
Die letzten Meter muss man rennen, eigentlich immer: Vor einem diese Weite, das Rauschen, die Füße sinken in den weichen, nassen Sand. Die erste Welle kommt (drüber springen ist Pflicht, auch bei der zweiten). Zeit lassen oder zackig rein? Dann schickt das Meer die nächste Welle, irgendwie höher als die anderen und alles Nachdenken erübrigt sich: Man ist umspült von Sommer.
Dieses Jahr ist alles anders, voller Nachdenken. Einige mussten online Strandtickets buchen, andere wieder umkehren, weil es zu voll war, manche sind gar nicht erst hingefahren. Das Meer, dieses Sommerding Nummer Eins, viele haben dieses Jahr darauf verzichtet. Höchste Zeit unterzutauchen, zumindest in Gedanken. Aber vorher noch mal tief einatmen. Diese einzigartige Mischung in die Lungen lassen. Aus frisch gefallenem Regen, Fisch, bisschen Abwaschwasser und ja, irgendwie auch: Salz. Wobei - wie riecht Salz? Egal, hier riecht es. Und schmeckt. Etwa zwei Esslöffel Salz stecken in jedem Liter Meerwasser, macht mehr als eine Prise pro Schluck. Es lässt einen treiben wie eine eingebaute Luftmatratze. Toter Mann? So fühlt sich Leben an!
Dieses Meer hat nie Pause, pirscht sich heran und zieht sich wieder zurück, zeichnet wellenweise neue Linien in den Sand. Es brummt und brodelt und rauscht und tanzt. Und selbst wenn es mal da liegt wie ein Brett, nie kehrt Stille ein. Das Meer ist die beste Leinwand für Abenteuer. Was ist da für ein Schiff, das in der flirrenden Luft auftaucht? Wo ist die Lieblingsmuschel, die gerade noch da war und jetzt mit der weißen Gischt weggespült wurde? Was kitzelt da zwischen den Zehen? Sogar der Himmel am Meer ist anders, weiter, vorlauter, als würde er einen verborgenen Reißverschluss öffnen und sagen: Siehste, ich hab noch was in petto. Stella maris etwa, Stern des Meeres, der oben am Himmel seit frühesten Zeiten die Seeleute schützen soll. Bis nächsten Sommer, liebes Meer, hoffentlich!
August 28, 2020 at 11:55PM
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Thema der Woche - Mehr Meer - Gesellschaft - SZ.de - Süddeutsche Zeitung
Jana Scheerer erzählt in "Das Meer in meinem Zimmer" von einer Familie, die auf einer Nordsee-Idylle lebt. Als der psychisch kranke Vater stirbt, gerät ihre Welt ins Wanken.
Wenn Schiffe nachts über das Meer fahren, kann es gefährlich werden. Ist das Wasser tief genug? Wo verläuft der Weg? Damit Seefahrer wissen, wo sie lang fahren können, hilft ihnen das Licht von Leuchttürmen. So können sie sicher in den Hafen steuern. Die Türme stehen oft auf einem Hügel am Meer oder sogar im Wasser.
Ganz früher wurden in den Türmen Gaslichter benutzt. Also Lampen, die durch brennendes Gas Licht erzeugen. Später wurde mit Glühbirnen geleuchtet. Aber Strom aus der Steckdose gab es noch nicht. Deshalb wurde in den Türmen mit dicken Dampfmaschinen und später mit Dieselmotoren Strom erzeugt.
Heute sind nicht mehr so viele Leuchttürme in Betrieb. Denn es gibt jetzt andere Technik, mit der Seefahrer sicher unterwegs sind. Die Leuchttürme sind aber oft Wahrzeichen in Urlaubsorten geworden. Wenn das Wetter gut ist, hat man eine richtig tolle Aussicht. Leider dürfen viele wegen Corona gerade nicht besucht werden.
Schwimmende Barrieren, die Plastik sammeln, können nach einer wissenschaftlichen Studie nur einen kleinen Beitrag zur Reinigung der Meere leisten.
"Technologien, wie vom Projekt Ocean Cleanup vorgeschlagen, werden uns nicht dabei helfen, das Plastikproblem zu lösen", meint Agostino Merico vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen laut einem Bericht vom Sonntag.
"Wir müssen dringend überdenken, wie wir Plastik produzieren, konsumieren und entsorgen und wie wir nachhaltige Alternativen vorantreiben können", so der Mitautor der Studie, die jüngst in der Zeitschrift "Science of the Total Environment" veröffentlicht wurde.
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Plastik im Meer bedroht das Ökosystem. Meeresbewohner fressen oder verschlucken Kunststoffteile mit oft tödlichen Folgen. Bei der Zersetzung des Plastiks können giftige und hormonell wirksame Stoffe in die Meeresumwelt gelangen und schließlich auch von Menschen aufgenommen werden. Mehrere private Initiativen setzen sich dafür ein, Müll aus den Meeren zu holen. Die niederländische gemeinnützige Organisation "The Ocean Cleanup" sammelt mit einer Abfangvorrichtung Plastikmüll im Pazifik. Der Studie zufolge sind solche Initiativen bewundernswert und nützlich, lösen das große Problem aber nicht.
Die Wissenschafter schätzen, dass derzeit 399 000 Tonnen Plastik an der Wasseroberfläche der Ozeane schwimmen. Die gesamte Menge an Kunststoffmüll im Meer - also auch in tieferen Schichten - beläuft sich nach Angaben von Umweltorganisationen auf viele Millionen Tonnen. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Plastikmenge an der Meeresoberfläche bis zum Jahr 2052 auf mehr als das Doppelte der heutigen Menge ansteigt.
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Mit mathematischen Modellen untersuchten die Forscher die Auswirkungen von 200 schwimmenden Barrieren, die Plastik sammeln, um es später an Land zu recyceln oder zu verbrennen. Nach dem Szenario könnten die Vorrichtungen über einen Zeitraum von 130 Jahren etwas mehr als fünf Prozent der geschätzten globalen Gesamtmenge aus den Meeren holen. "Angesichts der riesigen Mengen an Plastikmüll, die fortwährend die Ozeane verschmutzen, ist das ein eher geringer Beitrag", so der Mitautor der Studie, Sönke Hohn vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen.
Die Wissenschafter befürchten zudem, dass Technologien wie schwimmende Müllschlucker eine Rechtfertigung für eine weitere Verschmutzung der Umwelt liefern könnten. Sie verweisen darauf, dass der im Meer gesammelte Müll schwer zu recyceln ist, weil er vielfältig und oft mit Mikroorganismen bewachsen sei. Der Aufwand für eine Sortierung ist demnach sehr hoch. Verbrennen oder Vergraben sei aus ökologischen Gründen unpraktisch, denn so könnte der Boden verunreinigt werden oder CO2 in die Atmosphäre gelangen. "Es gibt nur eine Lösung: Wir müssen die Produktion von Kunststoffen einstellen und alternative, nachhaltigere Lösungen wie die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien fördern", sagte Merico.
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An der Studie beteiligten sich Wissenschafterinnen und Wissenschafter des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung, der Jacobs University, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, der University of Exeter in England und der Organisation "Making Oceans Plastic Free".
August 23, 2020 at 06:41PM
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Studie: Schwimmende Müllschlucker säubern kaum das Meer - k.at
Um über die Ozeane zu fahren und dabei keine Felsen zu rammen, haben sich die Menschen vor mehr als 2000 Jahren etwas einfallen lassen: Leuchttürme.
Wenn Schiffe nachts über das Meer fahren, kann es gefährlich werden. Ist das Wasser tief genug? Wo verläuft unser Weg? Damit Seefahrer wissen, wo sie lang fahren können, hilft ihnen das Licht von Leuchttürmen, das so genannte Leuchtfeuer. Sie dienen als Fixpunkt am Ufer als Orientierungspunkt für die Kapitäne. So können sie sicher in den Hafen steuern.
Die Türme stehen oft auf einem Hügel am Meer oder sogar im Wasser – so sind sie auch von Weitem schon deutlich zu sehen.
Ganz früher wurden in den Türmen Gaslichter benutzt. Also Lampen, die durch brennendes Gas Licht erzeugen. Später wurde mit Glühbirnen geleuchtet. Aber Strom aus der Steckdose gab es noch nicht. Deshalb wurde in den Türmen mit dicken Dampfmaschinen und später mit Dieselmotoren Strom erzeugt.
Modernere Techniken
Heute sind nicht mehr so viele Leuchttürme in Betrieb. Denn es gibt jetzt andere Techniken, mit der Seefahrer sicher unterwegs sind. Zum Beispiel die Navigation per Satellit, wie sie auch beim Autofahren genutzt wird.
Die Leuchttürme sind aber oft Wahrzeichen in Urlaubsorten geworden. Wenn das Wetter gut ist, hat man eine richtig tolle Aussicht. Leider dürfen viele wegen Corona gerade nicht besucht werden. mics/dpa
Auf den ersten Seiten wähnt man sich im falschen Buch. Laut Titel würde einen "Der Familienurlaub" erwarten, und damit eine "Spaßgarantie im Hosentaschen-Format", wie es der Klappentext verheißt. Und auch der Vorwortschreiber lässt einen ein derartiges Amüsement erwarten, schließlich gilt der Hackl Schorsch seit jeher als Gaudibursch und es muss schon was Lustiges dran sein, wenn der dreimalige Rennrodel-Olympiasieger dem Bahnsprecher seiner Heimbahn am Königsee mit wohlmeinenden Worten ins literarische Leben verhilft und beim Lesen dessen ersten Buches "richtig viel Spaß und Freude" wünscht. Doch dann nimmt auf der ersten Seite so etwas wie Erotik-Belletristik ohne jegliches Vorspiel ziemlich viel Leidenschaft auf: "Da lagen sie, sahen trotz der wilden Turnübungen der Nacht aus wie junge Göttinnen."
Und schon wird rasant das Kennenlern- und Liebesspiel eines älteren Mannes mit zwei Animateurinnen in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Kreta beschrieben: "Was folgte, waren die hemmungslosesten Stunden meines Lebens." Routiniert im Stil scheint sich also ein Lesespaß zu entwickeln, der seine Triebkraft aus klischeehaften Vorstellungen eines enthemmten Urlaubssujets sowie junger williger Frauen und einem geldpotenten Mann als Protagonisten speist und im fantasievollen Wortfluss den Blutdruck bis zum "kopulierenden Fleischbündel" treibt.
Aber das amouröse Abenteuer endet so abrupt, wie es begonnen hat. Bereits auf Seite 17 erfolgt die Desillusionierung. Der Autor wendet sich direkt an den Leser: "Sie glauben doch nicht im Ernst, dass jemals ein Mann in einem Familienurlaub mit zwei Animateurinnen in die Kiste gestiegen ist." Ertappt. Nein, um Gottes Willen, tut man als Leser natürlich nicht. Und folgt brav dem Bekenntnis, dass alles geflunkert, gelogen und erfunden sei. Real ist also demnach das nun, was der Olchinger Sportkommentator und Moderator Gerhard "Willi" Willmann in seinem schriftstellerischen Erstlingswerk auf den restlichen Seiten über Erlebnisse in einem Familienhotel niedergeschrieben hat, nämlich "die Wahrheit, die reine Wahrheit, und die ist nicht immer schön".
Und das macht der durchaus geplagte Autor von Anfang an anschaulich deutlich - mit zuweilen wunderbaren Sprachbildern, etwa das vom "Familienhashtag". Wenn man zu viert ist, sieht der so aus: "Zwei Kinder liegen quer über zwei Erwachsene." Für den Vater hat das zur Folge: "Die drei schlafen. Ich bin wach." Und so beginnt der Urlaub vom ersten Aufwachen an anstrengend zu werden, was Willmann mit sehr viel Beobachtungsgabe und Humor zu erzählen weiß und dabei die Klaviatur der Ironie geradezu spielerisch bedient. Sie kann fein sein, wenn es um die altbekannten Unterschiede zwischen Mann und Frau geht und der aufgebrachte Hotelangestellte mit einem Wortschwall penetriert, "den ich quantitativ nur meiner Gattin zugetraut hätte". Sie kann zur Satire werden, wenn das All-Inclusive-Paket im Hotel die Verpflichtung auferlegt, "alle zehn Stunden das Essensangebot wahrzunehmen". Und sie kann sich auch in Sarkasmus steigern und bitterböse werden, wenn Griechenland beim Toilettenpapier offenbar die Genfer Konvention ignoriert: Drei Lagen, alles darunter sei unmenschlich, mokiert sich der Familienvater. Aber in diesem Hotel sieht die Wahrheit eben unschön aus: "Das Papier für die besonderen Momente hat nur eine Lage."
Dieser leichte, humorige Schreibstil nimmt den Leser mit durch die Episödchen eines launigen Urlaubstages des "fast 50-jährigen Hörfunkredakteurs", seiner Frau, einer "Rakete", sowie eben Sohn und Tochter, beide natürlich in ihrem Alter von sieben und zehn Jahren von äußerst lebendiger Art. Sechs Kapitel schildern "Wahrheiten" vom Morgen bis in die Nacht hinein, in einer unterhaltsamen Alltagsprosa, viele, viele kleine Begebenheiten und Beobachtungen, einfallsreich strukturiert in Uhrzeiten: 8.01: Wir haben uns für das Meer entschieden; 10.58: Sport ist genau mein Ding; 12.57: Alle wieder am Tisch; 16.04: Duhuuuuuuuu, Papaaa; 22.32 Uhr: Der Schlaf ist stärker als ich.
Wer hier angekommen ist, der mag sich selbst ein wenig wie im Urlaub gefühlt haben, so erholsam war dieser Leseausflug. Um dieses Erlebnis nicht zu schmälern, sei hier auch nicht gänzlich verraten, was einer vierköpfigen Familie so alles widerfahren kann an so einem vollgepackten Urlaubstag am Meer. Es sei aber so viel eingeräumt, dass es beim Lesen unwillkürlich wahr wird, was eine begeisterte "Kundenrezension" im Beipackzettel des Buches ausdrückt: "Jeder, der schon einmal mit der Familie im All-Inclusive-Urlaub war, wird sich hier wiederfinden. Ich habe sehr gelacht." Der Autor indes kommt am Ende seines Reiseberichts in seiner "Danksagung" nicht unerwartet zu einem anderen Schluss: "Ein Familienurlaub ist ein Familienurlaub und wer sich erholen will, der bleibt am besten in der Arbeit." Seinen eigenen Rat hat Willmann aber bereits in diesen Sommerferien nicht befolgt. Und so kann man sogar auf eine literarische Fortsetzung und eine weitere heitere Urlaubslektüre aus seiner realsatirischen Feder hoffen.[
Der Familienurlaub, Gerhard "Willi" Willmann, Smart & Nett Verlag, ISBN: 978-3-946406-34-1.
August 22, 2020 at 03:15AM
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Vergnüglicher Leseausflug ans Meer - Süddeutsche Zeitung
Damit haben wohl nur die wenigsten gerechnet: Das Unterwasser-Abenteuer Subnautica sowie der Nachfolger Subnautica: Below Zero werden 2021 für Nintendo Switch erscheinen. An der Portierung ist unter anderem Shiny Shoe beteiligt, während das Team hofft, allen Fans eine würdige Version abliefern zu können.
In Subnautica muss der Spieler das Meer erkunden und dabei immer tiefer tauchen, um an Rohstoffe zu gelangen und zu überleben. Dafür kann auch die Basis ausgebaut werden, während neue Hilfsmittel sowie gezähmte Tiere die Erkundung leichter gestalten.
Als seine Eltern dem kleinen Marco einen Game Boy schenkten, wussten sie nicht, wozu das führen würde. Heutzutage muss jedes Spiel von ihm angespielt werden, egal wie gut oder schlecht es auch sein mag. Seine Passion versucht er nun als News-Schreiber bei PS-NOW auszuleben - das Musical ist geplant.
August 18, 2020 at 11:36PM
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Überlebt im kommenden Jahr das Meer in Subnautica & Below Zero - Nintendo-Online.de
Damit haben wohl nur die wenigsten gerechnet: Das Unterwasser-Abenteuer Subnautica sowie der Nachfolger Subnautica: Below Zero werden 2021 für Nintendo Switch erscheinen. An der Portierung ist unter anderem Shiny Shoe beteiligt, während das Team hofft, allen Fans eine würdige Version abliefern zu können.
In Subnautica muss der Spieler das Meer erkunden und dabei immer tiefer tauchen, um an Rohstoffe zu gelangen und zu überleben. Dafür kann auch die Basis ausgebaut werden, während neue Hilfsmittel sowie gezähmte Tiere die Erkundung leichter gestalten.
Als seine Eltern dem kleinen Marco einen Game Boy schenkten, wussten sie nicht, wozu das führen würde. Heutzutage muss jedes Spiel von ihm angespielt werden, egal wie gut oder schlecht es auch sein mag. Seine Passion versucht er nun als News-Schreiber bei PS-NOW auszuleben - das Musical ist geplant.
August 18, 2020 at 11:36PM
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Überlebt im kommenden Jahr das Meer in Subnautica & Below Zero - Nintendo-Online.de
Sommerpause beim Tatort: Bis September zeigt das Erste Wiederholungen der erfolgreichsten Krimis. Gestern: der Kiel-Tatort "Borowski und das Meer" aus dem Jahr 2014.
Der neunte "Wunsch-Tatort" am Sonntag (16.08.2020, 20.15 Uhr) ist ein Fall aus Kiel. "Borowski und das Meer" aus dem Jahr 2014 wurde in der vergangenen Woche in der Abstimmung des Ersten auf Platz eins gewählt.
In unserem Tatort-Schnellcheck bekommen Sie alle Infos zu den Kommissaren, Handlung, Kritik (zur Erstausstrahlung) und Darstellern.
Handlung: Der Wunsch-Tatort "Borowski und das Meer" aus Kiel im Schnellcheck
Auf einem nächtlichen Bootsausflug der Firma Marex wird der Jurist Sven Adam spektakulär erschossen. Seine Leiche verschwindet im Meer. Marex ist weltweit führend im Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee, ihr Spezialgebiet sind Seltene Erden. Durch die Förderung dieser Metalle, die in jedem Mobiltelefon vorhanden sind, will Marex ein Millionengeschäft an Land ziehen. Hat Adams Tod etwas zu tun mit der Ermordung eines Umweltschützers, der gegen die Zerstörung der Meeresböden protestierte?
Auch Sven Adams Ehefrau Marte (Nicolette Krebitz) könnte aus Eifersucht ihren Ehemann getötet haben, denn er hatte mehrere Affären. Sarah Brandt (Sibel Kekilli)entdeckt auf dem Rechner von Sven Adam ein Video, in dem er offen die Firma Marex des Mordes an ihm beschuldigt. Kommissar Borowski (Axel Milberg) ahnt, dass die Lösung des Falls auf dem Grund der Ostsee zu finden ist, und taucht ab in die Tiefe.
Um den Mord aufzuklären, muss Borowski auf den Grund des Meeres.
Bild: Christine Schroeder, NDR
Kritik: Lohnte es sich, beim "Tatort: Borowski und das Meer" gestern einzuschalten?
Seltene Erden als Filmthema? Auf diese Idee kamen in den letzten Jahren einige Drehbuchautoren. Von Kinofilmen wohlgemerkt. Nun hat die Problematik auch den
Tatort aus Kiel erreicht. Die Verantwortlichen der Firma Marex, die in der Ostsee die wertvollen Metalle am Meeresboden abbaut, scheinen ihre Interessen recht kompromisslos durchsetzen. Schwieriger Stoff für einen Fernseh-Krimi.
Blick auf das weite Meer: Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sebil Kekilli) am Tatort.
Bild: Christine Schroeder, NDR
Schauspieler: Das sind die Darsteller im Kieler Tatort gestern
Klaus Borowski: Axel Milberg
Sarah Brandt: Sibel Kekilli
Marte Adam: Nicolette Krebitz
Sylvana Vegener: Karoline Eichhorn
Jens Adam: Andreas Patton
Fred Pollack: Aleksandar Tesla
Dr. Amali Saunders: Florence Kasumba
Tatort gestern am 16. August 2020: Vorschau, Stream und ganze Folgen in der ARD-Mediathek
Das Erste zeigt alle Tatort-Folgen parallel zur TV-Ausstrahlung am Sonntag auch als Live-Stream in der ARD-Mediathek (zur Mediathek). Die Folgen sind dort im Anschluss sechs Monate lang abrufbar - aus Jugendschutzgründen allerdings nur zwischen 20 und 6 Uhr.
Kommissare: Borowski und Sahin sind das Tatort-Team in Kiel
Kommissar Klaus Borowski, gespielt vom geborenen Kieler Axel Milberg, ermittelt seit 2003 in der Hafenstadt und Schleswig-Holstein. Als zunächst grimmiger, kompromissloser Einzelgänger, geschieden, eine Tochter, wird er in den ersten Folgen zu Sitzungen bei der Polizeipsychologin verdonnert. Daraus wird eine scheue Liebesgeschichte mit Frida Jung (Maren Eggert), die kurz vor der Heirat ein jähes Ende findet.
Borowski als Ermittlerfigur veränderte sich im Laufe der Jahre, bleibt aber überraschend, mal wortkarg, mal zärtlich und oft voll Empathie. Ob in Schweden, Finnland, auf den Fähren dorthin oder in Schleswig bei der dänischen Minderheit - Borowski ist unterwegs. Von 2010 bis 2017 steht ihm dabei Kommissarin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) zur Seite. Seit 2017 hat Borowski eine neue Kollegin: die junge Mila Sahin, gespielt von Almila Bagriacik.
Sahin ist auf eigenen Wunsch aus der OFA in Berlin an die Förde versetzt worden. Als operative Fallanalytikerin ist sie darauf spezialisiert, neue Ermittlungsansätze für ungeklärte Verbrechen zu finden. Die Grundidee des neuen Teams: Miteinander und nicht gegeneinander arbeiten und sich professionell ergänzen.
Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Bild: Christine Schroeder, NDR
Pressestimmen: Die Kritik zu den letzten Tatort-Fällen aus Kiel
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August 17, 2020 at 11:07AM
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"Borowski und das Meer": So war der neunte Wunsch-Tatort gestern - Augsburger Allgemeine
Raubbau am Meeresgrund, Umweltseminare an Land: Nach dem Mord an einem Anwalt der Firma "Marex", die mit Schürfrechten in der Tiefsee handelt, werden Borowski (Axel Milberg) und Kollegin Brandt (Sibel Kekilli) mit einer neuen Dimension der Ausbeutung der Meere konfrontiert. Borowski tritt zum Tauchgang an und lässt sich von Ozeankennern und Ozeanfreunden den wissenschaftlichen Background erklären.
Der Clou:
Dieser erstmals 2014 ausgestrahlte Öko-"Tatort" fährt viel Kompetenz und Prominenz auf, um auf die zunehmenden, dreckigen Geschäfte in der Tiefsee aufmerksam zu machen. Das Kieler GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozean- und Tiefseeforschung lieferte die nötigen Daten, und irgendwann hält auch noch Starautor Frank Schätzing, Verfasser des damals noch relativ frischen Bestsellers "Der Schwarm", einen Vortrag und weist den Kommissar dabei kokett auf die eigene Berühmtheit hin.
Der Dialog:
Borowski befragte eine Kollegin des ermordeten Juristen zu dessen Funktion, dann folgendes Gespräch:
Frau: "Jens verhandelte für uns Schürfrechte in der Tiefsee. Ohne seltene Erden kein Handy, kein Computer."
Kommissar: "Ja, ja, das ist ein Milliardengeschäft."
Das Bild:
Borowski, völlig losgelöst. Der Kommissar wird mit dem Forschungstauchschiff "Jago" ins Meer hinab gelassen. Kinderblick durchs Bullauge, im Gesicht ein Staunen. So treibt der Kommissar durch die Kieler Förde.
Der Song:
"Yellow Submarine" von den Beatles. Der Song wird im Film zwar nicht gespielt, aber erklingt unweigerlich im Ohr des Betrachters, wenn er Borowski im gelben U-Boot durchs Meer tuckern sieht.
Die Bewertung:
Vier von zehn Punkten. Trotz der hinreißend schwerelosen Bullaugen-Einstellung mit Borowski - am Ende doch ein bisschen zu beflissen vorgetragener wissenschaftlicher Ballaststoff.
August 16, 2020 at 08:26PM
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Wunsch-"Tatort": "Borowski und das Meer" im Schnellcheck - DER SPIEGEL
Sommerpause beim Tatort: Bis September zeigt das Erste Wiederholungen der erfolgreichsten Krimis. Heute: der Kiel-Tatort "Borowski und das Meer" aus dem Jahr 2014.
Der neunte "Wunsch-Tatort" am Sonntag (16.08.2020, 20.15 Uhr) ist ein Fall aus Kiel. "Borowski und das Meer" aus dem Jahr 2014 wurde in dieser Woche in der Abstimmung des Ersten auf Platz eins gewählt.
In unserem Tatort-Schnellcheck bekommen Sie alle Infos zu den Kommissaren, Handlung, Kritik (zur Erstausstrahlung) und Darstellern.
Handlung: Der Wunsch-Tatort "Borowski und das Meer" aus Kiel im Schnellcheck
Auf einem nächtlichen Bootsausflug der Firma Marex wird der Jurist Sven Adam spektakulär erschossen. Seine Leiche verschwindet im Meer. Marex ist weltweit führend im Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee, ihr Spezialgebiet sind Seltene Erden. Durch die Förderung dieser Metalle, die in jedem Mobiltelefon vorhanden sind, will Marex ein Millionengeschäft an Land ziehen. Hat Adams Tod etwas zu tun mit der Ermordung eines Umweltschützers, der gegen die Zerstörung der Meeresböden protestierte?
Auch Sven Adams Ehefrau Marte (Nicolette Krebitz) könnte aus Eifersucht ihren Ehemann getötet haben, denn er hatte mehrere Affären. Sarah Brandt (Sibel Kekilli)entdeckt auf dem Rechner von Sven Adam ein Video, in dem er offen die Firma Marex des Mordes an ihm beschuldigt. Kommissar Borowski (Axel Milberg) ahnt, dass die Lösung des Falls auf dem Grund der Ostsee zu finden ist, und taucht ab in die Tiefe.
Um den Mord aufzuklären, muss Borowski auf den Grund des Meeres.
Bild: Christine Schroeder, NDR
Kritik: Lohnt es sich, bei "Tatort: Borowski und das Meer" heute einzuschalten?
Seltene Erden als Filmthema? Auf diese Idee kamen in den letzten Jahren einige Drehbuchautoren. Von Kinofilmen wohlgemerkt. Nun hat die Problematik auch den
Tatort aus Kiel erreicht. Die Verantwortlichen der Firma Marex, die in der Ostsee die wertvollen Metalle am Meeresboden abbaut, scheinen ihre Interessen recht kompromisslos durchsetzen. Schwieriger Stoff für einen Fernseh-Krimi.
Blick auf das weite Meer: Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sebil Kekilli) am Tatort.
Bild: Christine Schroeder, NDR
Schauspieler: Das sind die Darsteller im Kieler Tatort heute
Klaus Borowski: Axel Milberg
Sarah Brandt: Sibel Kekilli
Marte Adam: Nicolette Krebitz
Sylvana Vegener: Karoline Eichhorn
Jens Adam: Andreas Patton
Fred Pollack: Aleksandar Tesla
Dr. Amali Saunders: Florence Kasumba
Tatort heute: Vorschau, Stream und ganze Folgen in der ARD-Mediathek
Das Erste zeigt alle Tatort-Folgen parallel zur TV-Ausstrahlung am Sonntag auch als Live-Stream in der ARD-Mediathek (zur Mediathek). Die Folgen sind dort im Anschluss sechs Monate lang abrufbar - aus Jugendschutzgründen allerdings nur zwischen 20 und 6 Uhr.
Kommissare: Borowski und Sahin sind das Tatort-Team in Kiel
Kommissar Klaus Borowski, gespielt vom geborenen Kieler Axel Milberg, ermittelt seit 2003 in der Hafenstadt und Schleswig-Holstein. Als zunächst grimmiger, kompromissloser Einzelgänger, geschieden, eine Tochter, wird er in den ersten Folgen zu Sitzungen bei der Polizeipsychologin verdonnert. Daraus wird eine scheue Liebesgeschichte mit Frida Jung (Maren Eggert), die kurz vor der Heirat ein jähes Ende findet.
Borowski als Ermittlerfigur veränderte sich im Laufe der Jahre, bleibt aber überraschend, mal wortkarg, mal zärtlich und oft voll Empathie. Ob in Schweden, Finnland, auf den Fähren dorthin oder in Schleswig bei der dänischen Minderheit - Borowski ist unterwegs. Von 2010 bis 2017 steht ihm dabei Kommissarin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) zur Seite. Seit 2017 hat Borowski eine neue Kollegin: die junge Mila Sahin, gespielt von Almila Bagriacik.
Sahin ist auf eigenen Wunsch aus der OFA in Berlin an die Förde versetzt worden. Als operative Fallanalytikerin ist sie darauf spezialisiert, neue Ermittlungsansätze für ungeklärte Verbrechen zu finden. Die Grundidee des neuen Teams: Miteinander und nicht gegeneinander arbeiten und sich professionell ergänzen.
Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Bild: Christine Schroeder, NDR
Pressestimmen: Die Kritik zu den letzten Tatort-Fällen aus Kiel
Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.
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August 16, 2020 at 07:49PM
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"Borowski und das Meer": So wird der neunte Wunsch-Tatort heute aus Kiel - Augsburger Allgemeine
Stadtbiliothek lädt ein : Das Meer im Blickpunkt Thementag in der Gustavsburg mit Frauke Bagusche
Farbefrohe Papageienfische Foto: Frauke Bagusche
Homburg (red) Angespornt durch die bundesweite Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit 2020“, die dem Netzwerk Lesekompetenz Homburg jüngst als einzigem saarländischen Projekt zu Teil wurde, wagen die Initiatorinnen Andrea Sailer (Stadtbibliothek Homburg) und Karolina Engel (LPM Saarbrücken) den Neustart der Reihe „Books for Future“, die corona-bedingt im März unterbrochen werden musste.
Gleich der erste Termin der Nachhaltigkeitsreihe am Donnerstag, 27. August, verspricht ein Highlight zu werden. Dank der freundlichen Unterstützung des saarländischen Umweltministeriums kommt die Meeresbiologin und Bestsellerautorin Dr. Frauke Bagusche mit dem Meer-Mobil in den Hof der Gustavsburg nach Homburg-Jägersburg. Die Nachmittagsworkshops sind vorangemeldeten Gruppen vorbehalten und drehen sich rund um das Thema „Meeresschutz“. Experimente, Upcycling-Angebote und Lesungen sowie eine Bücherauswahl bieten einen vielfältigen Zugang zum Thema. Um 19 Uhr nimmt Dr. Bagusche dann das (erwachsene) Publikum mit auf eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Meere.
Frauke Bagusche studierte zunächst Biologie in Frankfurt am Main, forschte an den Universitäten in Wien und Paris-Sud an Meeresorganismen und promovierte in England an der University of Southampton sowie am National Oceanography Centre Southampton über die Auswirkungen des Klimawandels auf marine kalkbildende Organismen. Auf den Malediven leitete sie zwei meeresbiologische Stationen und arbeitete als Tauchsportlerin in Ägypten. Mit der Aquapower-Expedition segelte sie in zehn Wochen ungefähr 9500 Kilometer von der Karibik ins Mittelmeer, um auf die Plastikverschmutzung der Ozeane aufmerksam zu machen. Unterstützt von faszinierenden Bildern und Videos erzählt sie bewegende Geschichten und berichtet über aktuelle Forschungsergebnisse und Lösungsansätze zur Rettung der Ozeane.
Für den Abschluss des Meerestages konnten „poèts musicales“ gewonnen werden. Die Musikpoeten nehmen die Gäste mit zu einem musikalischen Abend am Meer und sorgen für Vorfreude auf die nächste Urlaubsreise. Das Ambiente lädt zum Picknicken ein. Gäste können gerne ihren Korb mitbringen. Picknickdecken und Getränke sind vor Ort vorhanden. Der Eintritt zum Meeresabend ist frei.
Aufgrund der aktuellen Vorgaben ist die Personenzahl begrenzt und der Einlass nur mit Karte möglich. Einlasskarten sind ab sofort in der Stadtbibliothek Homburg und – sofern noch vorhanden – am Veranstaltungsabend in der Gustavsburg erhältlich.
„Meeresabend im Hof der Gustavsburg“: Donnerstag, 27. August, Beginn 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr), Einlasskarten ab sofort in der Stadtbibliothek Homburg während der Öffnungszeiten erhältlich, Reservierung per Telefon (06841) 101-680, oder E-Mail an andrea.sailer@homburg.de möglich. Infos zum Meermobil: www.thebluemind.org; Infos zu poèts musicales: poetsmusicales.com.
August 16, 2020 at 07:43PM
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Meer im Blickpunkt in der Gustavsburg in Homburg - Jägersburg - Saarbrücker Zeitung
Es ist ein heißer Augusttag, und Selina hat Glück, denn von ihrem Zuhause sind es nur 60 Kilometer ans Meer. Trotzdem ist die Neunjährige heute zum ersten Mal am Strand, zum ersten Mal spürt sie Salzwasser auf ihrer Haut. Knöcheltief steht sie im Wasser, strahlt übers ganze Gesicht, klammert sich mit beiden Händen an den Rettungsring auf ihrer Hüfte, macht einen mutigen Satz nach vorn und einen ängstlichen Schritt zurück.
August 15, 2020 at 05:00PM
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Wieso viele Palästinenser jetzt erstmals im Leben das Meer sehen - DER STANDARD
Die Aussicht von einem Berggipfel: Okay, können wir auch gelten lassen. Aber nichts geht über den Blick aufs Meer.
Der Blick übers Wasser: Weiter sieht man nirgends, nach zwei, drei Ferienwochen – auch in sich selbst hinein.
Stocksy United
Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die diesen Sommer auf das Meer verzichten. Nicht unbedingt aus Angst tun Sie das. Es wäre jetzt einfach zu kompliziert, zu anstrengend und fragwürdig, sich in fremde Gewässer zu begeben. Es ist aber nicht so, dass Ihnen deswegen etwas fehlen würde. Auch in den Bergen kann man abschalten. Auch am Fluss kann man loslassen. Auch zu Hause kann man Probleme vergessen.
August 15, 2020 at 06:00AM
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Blaues Wunder: Eine Ode an das Meer - NZZ am Sonntag